Donnerstag, 25. Februar 2010

Chicago

"Ich komm nie mehr, ich bin in Chicago, in Chicago, irgendwo wo mich keiner kennt"

jaja, vorletztes Wochenende ist mir der gute Clueso mehr als einmal durch den Kopf gegangen!

Freitag Mittag haben mich meine lieben Mitbewohner mit unserem Toyota-7-Sitzer-Familyvan von der Arbeit abgeholt und los ging unser Roadtrip nach Chicago. Den Toyota haben sich die Jungs vor ein paar Wochen zusammen gekauft. In den Tagen als der Recall losging. Das Modell ist zum Glück nicht betroffen.


Nach ca. 6 Stunden Fahrt mit diversen Stops, unter anderem am Starbucks-Drive-Thru, sind wir dann endlich angekommen. Als ich unsere Zimmernummer auf der Keycard gesehen habe, hab ich für einen Moment gedacht, dass das Hotel wohl eine sehr seltsame Zimmernummerierung hat. Bis mir dann im Aufzug aufgefallen ist, dass wir tatsächlich im 15. Stock wohnen. (Jaja, ich weiss, da kommt das Landei durch, aber für mich ist das hoch!!)
Nach nem fetten Essen und ein paar Drinks in einer Bar sind wir dann ziemlich erschöpft in unsere Betten gefallen. Da wars dann auch nicht mehr so schlimm, dass wir uns zu fünft ein Vierbettzimmer teilen mussten.
Am nächsten Morgen wurden wir von Sonnenschein und strahlend blauem Himmel geweckt. Das perfekte Wetter für den ersten Sightseeing Punkt auf unserer Liste: der Sears-Tower. Vor einigen Jahren noch das höchste Gebäude der Welt. Als wir davor standen haben wir uns erstmal gewundert ob wir richtig sind. Der gute Tower ist zwar eindeutig das höchste Gebäude weit und breit, wurde allerdings letztes Jahr verkauft und heisst jetzt Willis-Tower. Mit dem Aufzug gings in ca. einer Minute ab ins 104. Stockwerk, wo man in etwa 400 Metern Höhe über die Stadt und den Lake Michigan blicken kann. Leider gibt es keine Außenplattform, das wäre noch cooler gewesen aber auch so war der Ausblick ganz schön beeindruckend. Besonders lustig ist, dass es mehrere Glaswürfel gibt, die an die Glasfront grenzen. Wenn man in einem der Würfel steht, steht man praktisch über den Dächern und Straßen von Chicago und sieht die Autos unter den eigenen Füßen fahren. Nicht alle meine Mitbewohner fanden das so toll wie ich. Ebian hat sich erst ziemlich vorsichtig und misstrauisch mit einem Fuss auf die Glasplatte gewagt, als dann aber der kleine Junge vor ihm angefangen hat auf und ab zu springen, war der Fuss ganz schnell wieder weg vom Glas.


Für den Rest des Sightseeings haben wir uns aufgeteilt. Während die Jungs eine Al Capone Bustour durch die Stadt gemacht haben, haben Debora und ich das Art Institute of Chicago besucht. Definitiv eines der beeindruckendsten Museen, die ich je gesehen habe. Danach sind wir noch ein bisschen durch die Häuserschluchten und den Milleniumspark gewandert und haben uns von der atemberaubenden Atmosphäre der Stadt beeindrucken lassen.



Das Nachtleben von Chicago ist definitiv anders als in Cincinnati. Hier bleiben die Clubs schon auch mal bis um 4 auf und auf den Straßen ist die ganze Nacht was los. Man merkt einfach, dass in Chicago mehr Leben ist.
Sonntag morgen haben wir uns trotz der Strapatzen der Nacht aufgerafft und sind zum Pier gelaufen. Es war toll am Wasser zu sein! Und der Blick vom Riesenrad aus war fast so toll wie der vom Willis-Tower. Danach noch ein kleiner Shoppingtrip auf der "Magnificent Mile" und ab gings wieder zurück nach Cincy. Ich glaube wir waren alle ein bisschen wehmütig als die Skyline langsam hinter uns verschwunden ist...




Kurz bevor wir wieder zurück waren wurden noch Wetten abgeschlossen ob unser Haus noch steht. Unsere koreanischen Mitbewohner haben uns leider schon mehr als einmal Anlass gegeben daran zu zweifeln. Während sie beim Waschen ihrer Wäsche in unserer Badewanne das Bad so unter Wasser setzt, dass es durch die Decke in die Küche läuft, bevorzugt er es während dem Kochen mal ein Weilchen nach oben zu gehen um ein kleines Nickerchen zu halten. Und das nicht nur einmal. Geflutet oder abgebrannt war also die große Frage. Zum Glück war letztendlich alles bestens.

Letzte Woche hatte ich einen meiner Höhepunkte beim Praktikum. Ich war mit einer Reporterin draußen. Unsere Story: die Gefahren von großen Eiszapfen, die an den Häusern hängen. Dazu haben wie unter anderem ein paar Dacharbeiter interviewt. Natürlich wollte sie dann auch Bilder von deren Arbeit auf dem Dach. Da sie zu große Angst hatte um nach oben zu klettern, hab ich das gemacht. Dabei habe ich mir ehrlichgesagt weniger Gedanken darum gemacht, dass ich runter fallen könnte, als viel mehr darum, dass die Bilder gut werden und wer das wohl bezahlt, wenn ich diese arschteure Kamera in meiner Hand fallen lasse. Ich war schon ziemlich stolz als der Beitrag dann mit meinen Bildern ausgestrahlt wurde und Annette im Newsroom verkündet hat wie mutig die neue Praktikantin ist :)

In ungefähr vier Wochen steige ich wieder in den Flieger... Zeit um den Soundtrack für mein Amerika Abenteuer zu erstellen.
Manch einer mag überrascht sein und sich fragen was mit meinem Musikgeschmack passiert ist. Der hat sich nicht verändert, nur verbessert - denn wenn ich hier Eines gelernt habe, dann, dass sowohl amerikanisches Essen als auch Miley Cyrus eine Chance verdient haben!

Miley Cyrus: Party In the USA

http://www.youtube.com/watch?v=M11SvDtPBhA

Asher Roth: I love College

http://www.youtube.com/watch?v=qYx7YG0RsFY

Where They Landed: Today

http://vimeo.com/8915541


"Today" liegt mir ganz besonders am Herzen. Es ist das E Media Abschlussprojekt von Freunden von mir und von den 17 Minuten, die das Video lang ist, ist jede Sekunde absolut sehens- und hörenswert! Das ist vermutlich auch der Grund warum die Jungs vor zwei Tagen die Einladung zur Emmyverleihung in L.A. bekommen haben. "Today" hat den Emmy für "Best Use of Music" gewonnen!!! Gut, dass ich mich hier gleich mal mit den Stars von Morgen angefreundet habe :)

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