Freitag, 1. Januar 2010

Starting all over

Da isses, das neue Jahr.
Bisher sieht es noch ein bisschen trüb und wolkig aus aber wir wollen ja mal nicht vorschnell urteilen. Der Start in 2009 war ehrlichgesagt so übel, dass ich in den ersten 4 Wochen schon das komplette Jahr verflucht habe und dann hat sich doch noch alles gedreht.

Mein persönlicher Jahresrückblick:

Januar war beschissen.

Im Februar klarer Aufwärtstrend. Habe die Fernsehwelt entdeckt und damit zum ersten Mal eine Vorstellung davon bekommen was ich später ganz ungefähr mal mit meinem Leben anfangen will. Danke Storyhouse!

Der Sommer war vorallem geprägt von panischer Angst vor der amerikanischen Homeland Security und vor allen möglichen anderen Dingen, die mich auf der anderen Seite des Ozeans erwarten würden. Aber natürlich auch von durchtanzten Nächten und unzähligen Biergartenbesuchen und herrlichsten Sonnenbädern am Isarstrand. Danke München!

Naja und der Rest des Jahres... was soll ich sagen... awesome, dude! Danke Amerika!

Das größte Dankeschön geht an alle, die mich auch als abgedrehtes Nervenbündel noch mögen - oder zumindest so tun - und ohne die 2009 ganz bestimmt kein so tolles Jahr gewesen wäre! Danke!

Nach einem wunderschönen Weihnachtsbesuch in der Heimat, hab ich mich vor 4 Tagen wieder in den Flieger gesetzt.
An dieser Stelle möchte ich den vollkommen verblödeten Pseudoterroristen grüßen, der zwei Tage vor meinem Abflug gemeint hat es sei schon lange kein Flieger mehr gesprengt worden.

I hope someone really beats you up for that, my friend!!!

Dank dieser glorreichen Tat musste ich mich direkt bevor ich in den Flieger gestiegen bin einer Ganzkörperbetatschung unterziehen und durfte bei meinem 10 Stunden-Flug in der letzten Stunde vor Ankunft nicht mehr den Sitz verlassen. Zum Glück habe ich eine gute Blase!
Ich muss zugeben, dass es hätte schlimmer kommen können... meine neuen norwegischen Mitbewohner haben am Flughafen erfahren, dass sie kein Handgepäck mehr haben dürfen...

Zu meinen neuen Mitbewohnern.
Da sind zum einen Jin und Jun aus Korea. Jin ist ein Kerl und kann so gut wie garkein Englisch. Jun (ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich ihr Name ist aber ich hab sowas in der Art verstanden und ich kanns mir besser merken so) ist glaub ich schon etwas älter als wir und ist sicher nicht gerade für ihr Sonnenscheingemüt bekannt - sie macht mir ein bisschen Angst...
Der Rest ist Ebian aus Holland und Peter und Johannes aus Norwegen. Ich bin also praktisch alleine unter Jungs (Jun kann wirklich nicht als weibliche Unterstützung gezählt werden!!).
Ich mein ich hab ja wirklich nichts gegen Jungs, aber da gibt es eben diese Momente... gestern bei der Vorbereitung unseres Sylvesterdinners zum Beispiel. Es ist 6 Uhr, die Gäste sind auf 7 eingeladen, wir stehen alle in der Küche und irgendjemand fragt ob wir langsam mal mit Kochen anfangen sollen. Stille. Alle Augen sind erwartungsvoll auf mich gerichtet...



Sylvester war dann auch ein echt schöner Abend. Ganz entgegen all meiner Erwartungen und trotz meinen unzähligen Beschwerden darüber, dass ich dieses Jahr mit all meinen Traditionen brechen muss. Für gewöhnlich begrüße ich das neue Jahr nämlich mit einer Flasche Sekt auf der Straße, während ich mir das Feuerwerk anschaue. Zu blöd, dass weder das Trinken auf der Straße, noch Feuerwerk in Amerika erkaubt sind.
Außer meinen Mitbewohnern und mir waren noch ein Kerl aus Chile (dessen Namen ich vergessen habe) und Karolien und Tim aus Belgien und Pat aus USA zum großen Dinner da. Anschließend sind wir zu einer Party in einer Bar gegangen. Da ich nicht die Einzige war, die nicht auf den Neujahrssekt verzichten wollte, haben wir uns in irgendeiner dunklen Seitenstraße vor der Polizei versteckt und dort die Korken knallen lassen. Das war fast genauso cool wie Sekt mit Feuerwerk. Fast. Die Party und anschließende Afterparty zu Hause waren auch ziemlich cool und ich war heute morgen echt traurig als ich bemerkt habe, dass ich meine Happy-New-Years-Krone wohl irgendwo verloren haben muss.



Sonst ist vielleicht noch zu berichten, dass ich in ein neues Zimmer gezogen bin. Nach drei Monaten ists doch ganz nett mal wieder alleine zu schlafen. Mein neues Zimmer ist relativ klein aber es hat einen eigenen Balkon, ist in Sonnengelb gestrichen und mein Bett steht in einer kleinen Türmchenrundung mit großen Fenstern.



Ach ja, nächsten Montag hätte ich ja eigentlich mein Praktikum anfangen sollen, das wird jetzt leider verschoben, da ich vorher noch einen Drogentest machen muss! Well, we are in America!

In diesem Sinne: Willkommen in 2010!
Happy New Year everyone ... "let's hope it's a good one, without any fear"!!!

1 Kommentar:

  1. ein wundervolles neues jahr wünsch ich dir meine liebste!! wieee süß ist dein turmzimmerchen ich flippe aus :) knuutscha

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