Der Beginn war schon mal ziemlich scary!
Hab ich erzählt, dass ich eine Flüssigkeit unter die Haut gespritzt bekomme, die dann kontrolliert wird? Und wer hat mir das nicht geglaubt???
Tja, wie ich inzwischen herausgefunden habe handelt es sich bei dem Spass um einen Tuberkulosetest. Ich hab heute morgen also tapfer meinen Arm hingehalten und vorsichtshalber mal in die andere Richtung geschaut. Letztlich wars dann auch garnicht so schlimm. Scary ist nur, dass ich Freitag zur Kontrolle noch mal hin muss, was bedeutet, dass ich seit heute Morgen um 10 etwa stündlich meinen Arm kontrolliere ob sich schon ein Hubbel bildet. Bisher sieht es so aus als ob ich keine gemeingefährlichen Viren in mir trage, aber man weiss ja nie...
Mit meinem Starbuckskaffee und klopfendem Herzen bin ich dann zum ersten Kurs marschiert. Nach zwei Jahren an der Uni war es irgendwie ungewohnt sich wieder wie am ersten Schultag zu fühlen! Aber die Professoren machen es mir relativ leicht mich willkommen zu fühlen. Alle grinsen wie die Honigkuchenpferde wenn ich sage, dass ich die neue deutsche Austauschstudentin bin und versichern mir tausendmal wiiiieee glad sie sind mich in ihrem Kurs zu haben (ich fürchte ich werde sie enttäuschen müssen...)!
Generell ist mir aufgefallen, dass sich hier alle fast überschlagen wenn man sagt, dass man aus Deutschland kommt. Alle lieben Deutschland hier! Vielleicht weil die Stadt deutsche Wurzeln hat... lustigerweise heißt aber das schlimmste Viertel in Cincinnati (das man scheinbar bei Dunkelheit nicht betreten darf, wenn man nicht sterben will) "Over the Rhine".
Zurück zu meinem Unitag. Die Kurse hier sind tausendmal praktischer als bei uns aber auch härter glaube ich. Hier wird viel von den Studenten erwartet, aber die Möglichkeiten, die man bekommt, sind unglaublich. In meinem ersten Kurs zum Beispiel werden wir eine Marketing-Kampagne für einen echten Kunden entwickeln und am Ende vor diesem präsentieren.
In meinem zweiten Kurs habe ich mich gefühlt wie in einem dieser American High-School Movies. Man konnte gleich sehen wer zu den "cool kids" gehört und wer nicht. Und dann sitz ich da und der Kurs beginnt und alle - inklusive der Professorin - packen ihr MacBook Pro aus. Da hab ich mich doch schon für den Bruchteil einer Sekunde gefragt: Bin ich der Nerd hier im Kurs? Und ich fürchte ich denke lieber nicht weiter über die Antwort nach!
Zum Thema Möglichkeiten:
Gestern habe ich von einer meiner "American Buddies" eine Führung durch das Gebäude bekommen, in dem sich neben meinem Institut auch die ganzen Tanz,-Musik,- und Theatersachen befinden. Das war einfach unglaublich! Die Tänzer haben ihre eigenen Ballettstudios, die Theaterleute mehrere z.T. riesige Bühnen und da sie Performance studiert und Schlüssel zu bestimmten Räumen hat, waren wir Backstage, in der Requisitenwerkstatt, bei den Kostümen und in der Maske und alles war so wahnsinnig professionell und riesig und beeindruckend, dass ich ihr vermutlich während der kompletten Tour mit offenem Mund gefolgt bin. Ich will hier unbedingt ein Ballett und ein Musical und ein Theaterstück sehen! Die Musicalleute proben gerade Hair.
Ich habe das Gefühl, dass die Studenten hier eine ganz andere Einstellung zum Studieren haben als wir. Bei all dem Geld das sie bezahlen wollen die Meisten so viele Kurse wie möglich belegen und das Beste daraus machen. Eigentlich eine gute Einstellung, mal schaun ob ich mich anstecken lasse... achja, trotz all den Studiengebühren ist es hier normal über 100$ für gebrauchte (!) Bücher für die Kurse zu bezahlen. Ich hab scheinbar Glück mit meinen, die kosten alle immerhin unter 100 $. Echte Schnäppchen sozusagen!
yeah lass dich anstecken von den motivierten leuten und gib mir dann was davon ab :) hört sich seeehr cool an. super, dass du voll integriert bist du german girl :)
AntwortenLöschen:*
(ich, die lena habs geschriebn aber von caros account. one personb u know)