Sonntag, 27. September 2009

Go Bearcats!

Es ist Sonntag Nachmittag, ich befinde mich immernoch im Bett und chille und versuche mich wenigstens einen Tag lang von Allem zu erholen. Ein International zu sein kann ganz schön anstrengend sein :)

Gestern gings um 9 Uhr morgens los zu unserem ersten American Football Game! Zuerst gabs für uns Nix-Blicker eine Einführung in die Regeln - die ich selbstverständlich nicht kapiert habe - und dann VIP-Frühstück mit den Alumnis: Pizza und Pop (Pop ist Cola, Pepsi, Sprite und Dr.Pepper also im Grunde alles, was man hier trinkt - Mineralwasser und Saft scheinen nicht zu existieren)!
Auf der "Vor-dem-Spiel-VIP-Party" hatten wir das Glück den größten Star hier zu treffen: das Maskottchen, the Bearcat (ein Tier, von dem ich bis ich nach Cincinnati kam noch nicht mal wusste, dass es existiert)


Dann gings ab zum Stadium. Was da abgeht ist der absolute Hammer! Alle Fans tragen die Farben des Teams (diesmal Weiß) und singen und tanzen und sind vollkommen enthusiastisch egal bei welchem Wetter. Es interessiert scheinbar keinen wenns regnet. O-Ton: "When it rains we get wet! So, what?"
Vor dem Spiel liefern die ca. 100-Mann-Kappelle und die Cheerleader eine riesen Show mit Feuerwerk und Kanonenschüssen.




Die Cheerleader machen echt die unglaublichste Akrobatik mit Rückwärtssalto aus dem Stand und durch die Luft wirbeln und auf der Hand von einem männlichen Cheerleader auf einem Bein stehen und lauter so nem Kram bei dem ich definitiv sterben würde, der bei denen aber unglaublich leicht aussieht. Ich bin mir nicht sicher ob diese Mädchen nicht vielleicht verkleidete Aliens sind... sie scheinen nämlich überhaupt kein Gewicht zu haben und grinsen wie die Honigkuchenpferde während sie in Röcken, die kaum ihren Hintern bedecken, lebensgefährliche Stunts hinlegen. Wie das funktioniert ist mir wirklich ein Rätsel!
Meine Lieblingsshoweinlage neben den Cheerleadern waren allerdings die knackigen Burschen in Armyuniform, die sich bei jedem Touchdown nach dem Kanonenschuss auf den Boden werfen mussten um dort im Takt Liegestütze zu machen. Zum Brüllen!


Das Spiel an sich war im Vergleich zu Baseball sogar richtig interessant! Nach und nach habe ich auch kapiert warum immer einer mit dem Ball um sein Leben rennt und die anderen hinter ihm her sind um ihn auf den Boden zu werfen und sich dann alle auf ihn zu stürzen. Das ganze hat mich stark an Hunde erinnert, die sich alle auf ein Stück Fleisch stürzen. Sehr amüsant! Überhaupt macht die ganze Action und Gewalttätigkeit das Spiel irgendwie interessant. Da hat man wenigstens was zu lachen, wenn man schon nicht blickt was da auf dem Spielfeld abgeht! Wir hatten jedenfalls trotz relativ schlechtem Wetter großen Spaß!




Am Ende hab ich mich sogar dabei ertappt, wie ich mit dem Rest der Crowd schreiend von der Bank aufspringe als es in den letzten Minuten noch mal spannend wird und die Bearcats den entscheidenden Touchdown erzielen. Ich muss sagen: ich mag American Football, auch wenn ich nur die wichtigsten 10% der Regeln verstehe!

Nach dem Spiel musste ich dann erst mal schlafen um fit zu sein für meine erste American Homeparty am Abend. Die war nicht ganz so spektakulär wie erwartet, keine Minirockmädchen, die auf den Tischen tanzen... aber es war trotzdem cool. Die Amis spielen auf ihren Homepartys meistens ein Trinkspiel, das sich Beerpong nennt, und bei dem man versuchen muss Pingpongbälle in Becher am anderen Ende des Tisches zu werfen. Wenn einer trifft müssen die anderen trinken, oder so ähnlich...
Abgesehen von Dosenbier gab es zum Trinken zwei große Wannen mit Eiswürfeln und unnatürlich roter und blauer Flüssigkeit. Angeblich Wodka mit Saft aber ich bezweifle das schwer. Vielleicht eher Wodka mit 100% Zucker und chemisch gefärbtem Wasser...
War auf jeden Fall ein lustiger Abend!

1 Kommentar:

  1. ahhh steffi, das ist soooo amaerican alles! :) football, marching band, cheering, Beerpong....!
    Bin ein wenig neidisch!

    Hab ne geile zeit, because it is like soooo amazing!
    Bussi vom Nordpol

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